20. Sonntag im Jahreskreis/ 14. August 2016:

 

EVANGELIUM

 

Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!

Ich muss mit einer Taufe getauft werden, und ich bin sehr bedrückt, solange sie noch nicht vollzogen ist.

Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, nicht Frieden, sondern Spaltung.

(Lk 12,49-52)

 

 

 

PREDIGT

 

Wir sind gewohnt, die Ecken und Kanten des Evangeliums so abzuschleifen und abzurunden, bis nur noch der „liebe Jesus“ übrigbleibt, der nichts mehr von uns zu fordern hat.

 

„Gott ist gefährlich! Gott ist verzehrendes Feuer! Gott hat es abgesehen auf dich. Lass dich warnen vor ihm (...). Nimm dich in Acht, er fängt bei kleiner Liebe, kleiner Flamme an, und eh d es merkst, hält er dich ganz und du bist gefangen. Es gibt keine Grenze nach oben, er ist Gott - er ist gewohnt an Unendlichkeit.“

Es sind Worte, die provozieren können. Genau in diesem Geist sind die Worte des heutigen Evangeliums.

 (P. Markus Johannes)