19. November 2017 - 33. Sonntag i.Jk.

 

Uns selbst riskieren, wenn wir uns einsetzen

Das Gleichnis von den Talenten

 

Wenn ein Talent 42 kg Silber sind, dann hinterlässt der Gutsherr dem einen Knecht, der nur den kleinsten Teil überantwortet bekommt, doch eine gehörige Summe an Wert, die er verwalten soll. Nach damaliger Rechtssprechung musste ein Verwalter mit seinem Leben für übertragene Güter bürgen.

Jeder von uns hat Gaben, die er gewinnbringend für sich, aber vor allem auch für die anderen einbringen kann, so dass etwas entsteht, was dem Geber selbst aber auch anderen Freude und Gewinn bringt. Wer sich einsetzt, riskiert immer etwas und riskiert sogar sich selbst. Sich öffnen und etwas geben, macht immer auch verletzlich. So ist das "Sich-vergraben" des dritten Knechtes leicht zu deuten, wenn es von ihm heißt, dass er sein Talent ängstlich verborgen hat. Er bleibt bei sich und setzt nicht ein, was er bekommen hat.

 (P. Ulrich Johannes)